Juliregen

Ich ging hinaus und wollte Spaß
die Straße war vom Regen naß
ich ging in einen Tanzpalast
wollte ein Bier ganz ohne Hast
der Plattenleger war sehr nett
und spielte was ich gerne hätt
ich glitt ganz sacht quer durch den Raum
schon ahnend diesen neuen Traum

Ein Hauch von spätem Trost lag in der Luft
irritiert erspürt ich diesen wohlen Duft

Ich sah dich und aus den Boxen drangen Vögel
du drehtest dich in einem lichten Kegel
ich brachte kein Wort heraus, doch du grientest gleich
hast mich entführt in ein gleißendes Sonnenreich

Jahrelang bin ich herumgesingelt
doch nun hat es in meinem Herzen geklingelt
du kamst so unverhofft, doch so erbeten
Manchmal ist das Leben ein Regenbogen
ein Fisch, der lacht in den wilden Wogen
ein Himmel voller Blumen und Raketen

Wir liefen über Pflasterstein
voll Leichtigkeit war unser Sein
der Wind spielte mit uns verrückt
wir taumelten im süßen Glück
Als ich in deinen Augen las
entdeckte ich die Lust und daß,
die Pfade meiner Einsamkeit
sind abgesperrt auf Ewigkeit

Wir tanzten wie auf E im Juliregen
beim ersten Ku§ war ich noch so verlegen
Wir tanzten bis zum Morgen im Juliregen
jeder Tropfen erteilte uns seinen Segen